Nicole Lindinger News

Das Internat der Schloss-Schule Kirchberg konnte trotz der Corona-Zeit den Architekten Jan Hofacker, einen bekannten Graffiti-Künstler, für einen Workshop gewinnen. An drei Wochenenden starteten drei Gruppen von je 7 Schüler*innen in der „Fabrik“, selbstverständlich unter Einhaltung der Corona Maßnahmen.

Begonnen wurde mit einer kleinen Einführung rund um das Graffiti-Sprayen.
Die erste Grundlage, die gelernt wurde: Dose kräftig schütteln! Der Lack setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: Dem eigentlichen Lack und den farbigen Pigmenten und genau diese beiden Komponenten müssen, mit gut geschütteltem Händchen, perfekt vermischt werden. Mit einem ordentlichen Schlag haut man dann auf den Deckel, der einen Ring löst. Dabei ist darauf zu achten, dass dieser beim Öffnen auf der Dose bleibt, so weiß man später noch, welche Farbe darin ist.
Die zweite Lektion ist das Sprayen an sich. Je näher man die Dose beim Sprayen an die zu besprühende Fläche hält, desto dünner und präziser wird der Strich. Die Spraydose sollte immer im gleichen Abstand zur Wand gehalten werden, sonst wird die Linie schwammig. Auch auf die Geschwindigkeit kommt es an. Zieht man nicht schnell genug, kommt zu viel Farbe auf eine Stelle und beginnt, in Tropfen die Fläche herunter zu laufen. Auch der Winkel wie die Dose gehalten werden sollte, haben wir gezeigt bekommen. Alles sieht eigentlich ganz easy aus, doch beim ersten Sprühen merkt man gleich, dass diese Leichtigkeit doch recht viel Übung abverlangt und wir starteten wir mit vollem Enthusiasmus…

Große Holzplatten wurden vorgrundiert, um je zwei Bilder gemeinsam als Team zu besprühen. Jeder schnappte sich Leinwände in verschiedenen Größen und bereitete diese vor. Es wurden Skizzen mit Bleistift angefertigt und den kreativen Ideen freien Lauf gelassen. Die ersten Sprayversuche starteten wir auf Pappe, nur so bekamen wir das erste richtige Feeling für das Halten der Dose, den Druck, Abstand und Winkel. So konnte sich jeder austoben, ob malend mit unterschiedlichsten Farben, wie Acrylfarben und Acrylstifte und/oder mit Graffiti kombiniert. Gemeinsam haben wir wie „fast nebenbei“ in zwei der Gruppen die großen Bilder besprayt.

Das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen! Eines der Bilder hängt nun im Rosenhaus im Eingangsbereich und das andere im Schulhaus. Es war in der Corona Zeit ein tolles Highlight, das unseren Internatsalltag ordentlich aufgepeppt und verschönert hat.
Die Schüler*innen waren so begeistert und hatten viel Freude bei der künstlerischen Arbeit, dass bereits von einem Fortgeschrittenen Workshop gesprochen wird.
Wir sagen: „Vielen Dank an Jan Hofacker!“

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