Alexander Brandt News

Als Schule haben wir nicht nur die Verpflichtung Wissen zu vermitteln, sondern auch ein Bewusstsein für die Zukunft zu vermitteln. Der Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen und dass wir Menschen einen zu großen Anteil an den Gründen dafür haben auch nicht. Die Wissenschaft sieht das Pflanzen von Bäumen als eine Möglichkeit an dem etwas entgegenzuwirken.

Am 03.10. sollte darum das #einheitsbuddeln stattfinden. Der Tag der Deutschen Einheit sollte mit einer nachhaltigen Tradition bereichert werden, indem jeder der 83 Millionen Deutschen einen Baum pflanzt. Äthiopiens 100 Millionen haben es vorgemacht und am 29.7.2019 in zwölf Stunden 354 Millionen Setzlinge in den Boden gebracht. Weltrekord!
Leider wurde der Plan nicht so bekannt wie gehofft, aber bei uns wurde er gehört. Es stellte sich allerdings heraus, dass es für die Bäume sinnvoller ist, einen Monat später gepflanzt zu werden. So wurde ein Samstag im November gefunden. Ein Zufall, dass es der 9. geworden ist, aber ein passender. Selbst wenn es kein Feiertag ist, ist der dreißigste Jahrestag des Mauerfalls ein bedenkenswerter. Nicht zuletzt weil sich an diesem Tag auch die Reichspogromnacht zum 81. Mal jährte.

Die hiesige Försterin, Florentine Blessing, hatte einen Platz im Streitwald gewählt auf dem vor wenigen Monaten noch Nadelbäume gestanden hatten und die dem Borkenkäfer „zum Opfer gefällt wurden“.
Es hatte die vorangegangen Tage geregnet und es wurde befürchtet, dass es eine nasse, matschige Angelegenheit werden würde. Weit gefehlt. Der mit Gras und Moos bewachsene Waldboden hatte das Wasser gut aufgenommen und es herrschten ideale Bedingungen um die Bäume zu pflanzen.
Während der Aktion wurden die 37 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 12 und ihre beiden Betreuenden durchweg von der Sonne begleitet.

Nach einer kurzen Einführung wurden die einzelnen Arbeitsschritte erklärt und Grüppchen gebildet. Alle hatten sich freiwillig gemeldet und brachten sich voll ein. Löcher graben, Setzling setzen, Erde einfüllen, etwas festtreten, vorsichtig die Wuchshülle (hauptsächlich zum Schutz gegen Wildtiere) darüber ziehen und den Pfosten, den diese hält, daneben versenken. Das ganze 300 Mal! Die 150 Amerikanischen Roteichen und die 150 Esskastanien aus Italien waren ausgebracht. Beide Baumarten waren gewählt worden, weil es wahrscheinlich ist, dass sie den zukünftigen Klimaverhältnissen besser trotzen können.

Nach drei Stunden war alles erledigt und zum Abschluss gab es Kuchen, Kekse und Getränke. Alle sind stolz 300 Bäumen das Groß werden zu ermöglichen. Noch auf dem Weg zurück wurde die Frage gestellt: „Wann gehen wir wieder unseren Wald anschauen?“

Zurück