Miriam Ressel

Bienvenu en France hieß es an einem Samstagabend im Mai, als wir nach einer langen, aber komplikationsfreien Fahrt bei unserer französischen Partnerschule ankamen: Nachdem die Franzosen im Oktober nach Kirchberg gekommen waren, stand nun unser Gegenbesuch in Le Neubourg in der Normandie an.

Intensiv startete unser Aufenthalt mit dem Sonntag in der französischen Gastfamilie. Im engen Austausch mit dem jeweiligen Corres konnten kulturelle Unterschiede, die Umgebung und das Familienleben erfahren werden.

In den nachfolgenden Tagen hatten die Schüler mehrmals Gelegenheit, bei der Hospitation in verschiedenen Unterrichtsstunden den Alltag einer französischen Schule zu erleben und sich teils sogar aktiv einzubringen. Angereichert wurden diese Tage immer wieder durch verschiedene ‚Bonbons‘: Neben einem gemeinsamen Frühstück standen eine Rallye durch Le Neubourg, ein Besuch des farbenfrohen Marktes am Mittwoch, sowie als besonderes Highlight die Erprobung der tollen Kletterwand unserer Partnerschule an. Unsere Gastgeber übernahmen Sicherung und Organisation während wir in der Höhe unsere Armkraft sowie Mut und Vertrauen erproben durften.

Darüber hinaus standen uns zwei Ausflugstage zur Erkundung der Umgebung zur Verfügung, von denen uns der erste in den Calvados führte: Am Dienstag besuchten wir zunächst Arromanches, wo das dortige Museum einen Überblick über die Landung der Alliierten in der Normandie lieferte und Überreste des damals künstlich angelegten Hafens zu sehen waren. Anschließend ging es zur Pointe du hoc, einem ursprünglich belassenen Strandabschnitt, an dem Krater und Bunker noch heute vom Débarquement der Alliierten zeugen. Trotz der frühlingshaften Vegetation lud dieser Originalschauplatz dazu ein, sich den damaligen Ereignissen noch einmal auf besondere Art zu nähern.

Unser zweiter Ausflug führte die gesamte deutsch-französische Gruppe in die Hauptstadt der Normandie, nach Rouen. Auch diese Stadt erkundeten wir zunächst bei einer Rallye, dieses Mal in binationalen Teams was einige Herausforderung stellte. Die weitere Zeit dort war der eigenständigen Entdeckung der Stadt sowie dem Kauf vielfältiger Souvenirs gewidmet, bevor es wie jeden Abend in die französische Gastfamilie ging.

Insgesamt durften wir uns in dieser Woche über ein abwechslungsreiches Programm freuen, das zusammen mit der Unterbringung in einer französischen Familie vielfältige Eindrücke ermöglichte und einen tiefgehenden Kontakt mit Sprache und Bewohnern unseres Nachbarn ermöglichte. Wir hoffen, die Zeit bleibt in guter Erinnerung und führt vielleicht zu der einen oder anderen weiteren Begegnung. Unser Dank gilt den französischen Gastgebern.

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