Das Leben am Gymnasium und Internat Schloss-Schule Kirchberg bietet klare Strukturen, ohne die Entfaltung eigener Interessen zu stark einzuschränken. Feste Termine im Laufe des Tages, der Woche und des Jahres stellen Rituale dar, die dem Einzelnen und der Gruppe im Internats-Leben Halt geben.

Im Tagesverlauf von besonderer Bedeutung ist die Arbeitsstunde, die am Internat Schloss-Schule Kirchberg an den Schultagen von 16.30 bis 18.00 Uhr (je nach Klassenstufe) im Schulhaus oder bei den älteren Schülern auch auf dem Internats-Zimmer stattfindet. Die Beaufsichtigung durch Erzieher und Lehrer ermöglicht konzentriertes Arbeiten, aber auch fachliche Unterstützung. Und wenn alle Freunde und Klassenkameraden auch Arbeitsstunde machen, ist die Überwindung, sich an Hausaufgaben und Lernstoff zu setzen doch weniger groß, als im Zimmer daheim, wo vielleicht auch der Laptop ablenkt.

Für den Zusammenhalt der Gruppe ist der Gruppenabend im Internat wichtig. Alle zwei Wochen, wenn am Samstag Schule ist, unternimmt die Gruppe mit ihrem Erzieher am Freitagabend etwas Besonderes: Klettern gehen, Kochen, Kartfahren ... - der Fantasie der Gruppe sind lediglich finanzielle und organisatorische Grenzen gesetzt.

Höhepunkte im Jahr stellen die festlichen Abendessen und die Feste vor den Ferien dar. Bei den „formal dinners“ sind gute Kleidung und gutes Benehmen gefragt, aber bei den Festen darf auch einmal ausgelassen gefeiert und getanzt werden.

Doch es ist nicht nur die derartige Rhythmisierung des Alltags am Internat, die Kindern und Jugendlichen - bzw. ihren Eltern - das Leben erleichtern. Neben der Strukturierung des täglichen Lebens erfahren Schüler eines Internats auch, dass alle im gleichen Boot sitzen. Jeder hat seine Aufgaben, seine festen Lern- und Hausaufgabenzeiten.

Am Internat Schloss-Schule Kirchberg in Baden-Württemberg sind die Arbeitsstunden zwischen 16.30 und 18.00 Uhr angesetzt. Die Schüler haben dabei auch die Möglichkeit, sich bei Unklarheiten an die anwesenden, betreuenden Lehrkräfte zu wenden. Und nach einer gemeinsam absolvierten Arbeitszeit kann natürlich auch die Freizeit mit all den Möglichkeiten, die das Internat Schloss-Schule bietet, gemeinsam gestaltet werden.

Oft bietet ein Internat dank seiner stabilen Lern- und Lebensgemeinschaft wieder einen „ruhigen Hafen“, weiß Dr. Eva Borchers, Internatsleiterin an der Schloss-Schule Kirchberg: „Wir erleben häufig, dass ein Wechsel im Umfeld der Kinder gut tut, um sie aus einer schwierigen Entwicklungsphase oder einer unguten Gesellschaft herauszuholen.“ An einem Internat wie der Schloss-Schule Kirchberg, wo die Kinder neben ihrer schulischen Zeit auch ihre Freizeit verbringen, kann genauer beobachtet und auch hinterfragt werden. Es geht also nicht darum, ein Auffangnetz für Schüler mit schlechten Noten oder mangelhaftem Sozialverhalten zu sein. Vielmehr geht es darum, festzustellen, wo die eigentlichen Probleme liegen und ob die bisherige Schulart bzw. Schullaufbahn überhaupt zu den Bedürfnissen des Schülers/der Schülerin oder der gegenwärtigen Situation in der Familie passt.

Der Vorwurf, Kinder am Internat „abzugeben“ ist heute längst nicht mehr haltbar. Vielmehr ist die Suche eines Internats als Schulalternative eine gute Möglichkeit, um den aktuellen Lebens- und Familiensituationen gerecht zu werden: Eine Berufstätigkeit beider Eltern, ein Zerfall in der Familie durch Trennung der Eltern oder auch Lernprobleme, die auf dem gängigen Schulweg zu wenig aufgefangen werden können, sind keine Seltenheit mehr.

Als Reaktion darauf positionieren Internate sich oft durch individuelle Akzente und eine klare Ausrichtung. Im Fokus steht zum Beispiel die Förderung musischer oder sportlicher Begabungen, die Vermittlung konfessionell-gesellschaftlicher Werte, die Ausrichtung auf leistungsschwache oder auch hochbegabte Schüler oder die Herausstellung reformpädagogischer Ansätze zur individuellen Förderung jedes einzelnen Schülers.

Das Internat-Gymnasium Schloss-Schule Kirchberg steht in der Tradition der Reformpädagogik und will mit seinen eigenen Lern- und Lehrkonzepten die Schüler entsprechend persönlicher Interessen und Lernmotivationen voranbringen: 

  • Das SKIL-Modell (Schloss-Schule Kirchberg Individuelles Lernen) berücksichtigt individuelle Potenziale jedes Einzelnen und fördert diese gezielt. Die Schüler lernen nachhaltig, in Projekten nach Eigeninteressen und methodisches sowie soziales Lernen sind fester Bestandteil des Unterrichts.

  • Auch 10plus, die besondere 10. Klasse an der Schloss-Schule, eröffnet Schülern mit unterschiedlicher Vorbildung die Chance, doch noch in die gymnasiale Kursstufe vorzurücken. Eine Chance insbesondere für Realschulaufsetzer, um die Allgemeine Hochschulreife zu erlangen. 

  • Mit ihren eigenen Lern- und Lehrmethoden sowie Schwerpunkt-Setzungen wollen Internate wie die Schloss-Schule Kirchberg vor allem einem entsprechen, nämlich der individuellen Lebenssituation des einzelnen Internatsschülers und seinem individuellen Lerntypus.