Das Leben am Internat-Gymnasium Schloss-Schule bietet klare Strukturen ohne die Entfaltung eigener Interessen zu stark einzuschränken. Feste Termine im Laufe des Tages, der Woche und des Jahres stellen Rituale dar, die dem Einzelnen und der Gruppe Halt geben.

Im Tagesverlauf von besonderer Bedeutung ist die Arbeitsstunde, die an den Schultagen von 16.30 bis 18.00 Uhr je nach Klassenstufe im Schulhaus oder bei den Älteren auch im Internatszimmer stattfindet. Die Beaufsichtigung durch Erzieher und Lehrer ermöglicht konzentriertes Arbeiten, aber auch fachliche Unterstützung. Und wenn alle Freunde und Klassenkameraden auch Arbeitsstunde machen, ist die Überwindung, sich an die Hausaufgaben zu setzen doch weniger groß als im Zimmer daheim, wo vielleicht der Laptop ablenkt.

Für den Zusammenhalt der Gruppe ist der Gruppenabend im Internat wichtig. Alle zwei Wochen, wenn am Samstag Schule ist, unternimmt die Gruppe mit ihrem Erzieher am Freitagabend etwas Besonderes: Klettern gehen, Kochen, Kartfahren ... - der Fantasie der Gruppe sind lediglich finanzielle und organisatorische Grenzen gesetzt.

Höhepunkte im Jahr stellen die festlichen Abendessen und die Feste vor den Ferien dar. Bei den „formal dinners“ sind gute Kleidung und gutes Benehmen gefragt, aber bei den Festen darf auch einmal ausgelassen gefeiert und getanzt werden.

Eine derartige Rhythmisierung des Alltags am Internat entlastet die Jugendlichen - und ihre Eltern – von Entscheidungen und den entsprechenden Auseinandersetzungen.