Im Gespräch mit Lukas Maaß - September 2026

Im Gespräch mit Lukas Maaß, Abschlussjahrgang 2025 – Lukas ist dankbar für seine tolle Schulzeit, für die Förderung, die Unterstützung und das Vertrauen welches ihm als Schüler entgegengebracht wurde. Durch diese Haltung und dank dieses Umgangs hat er sich als junger Menschen vieles zugetraut und hat früh Verantwortung übernommen. Er ist bereits in der Schule in vielen Bereichen engagiert gewesen und ist auch seit 2024 politisch aktiv!

Was fällt Dir spontan als Erstes ein, wenn Du an die Zeit an der Schloss-Schule denkst?
Zuerst kann ich sagen, dass ich wirklich jeden Tag gerne in die Schloss-Schule gegangen bin. Als der Schulwechsel nach Klasse 4 anstand, habe ich zusammen mit meiner Grundschulklasse die Schloss-Schule angeschaut und habe mich sofort wohlgefühlt. Für mich stand die Entscheidung dann wirklich auch sofort fest – ich möchte Schloss-Schüler werden! Dieser Wunsch ging dann auch in Erfüllung.
Was ich an der Schloss-Schule extrem geschätzt habe und immer noch schätze ist das gute Miteinander, die Freundschaften – ich habe in der Zeit viele tolle Menschen kennengelernt. Für mich persönlich war die Schule eine super Möglichkeit mich als Mensch und auch als Schüler zu entwickeln. Auch habe ich mich immer schon gern engagiert, zunächst als Klassensprecher, zum Ende hin auch als Schülersprecher und habe bei schulischen Veranstaltungen die Moderation übernommen. Auch im musikalischen Bereich war ich sehr aktiv. Hier vor allem dank der Förderung von Sarah Maurer.

Erzähle doch gerne etwas zu Deinen schulischen Stationen bevor Du auf die SK gekommen bist?
Ich war von der ersten bis zur vierten Klasse in der Grundschule in Kirchberg. Wir waren in der Klasse über 30 Kinder. Es war immer sehr viel los und auch eher unruhig. Es gab zu der Zeit noch das Kombiklassenmodell bei dem die Erste und Zweite und die Dritte und Viere zeitweise zusammen unterrichtet wurden.

Was hat sich in Kirchberg geändert?
An der Schloss-Schule waren vor allem die kleineren Räume und die kleinen Klassen für mich die größte, aber auch eine sehr positive Veränderung. Wir hatten durch die kleineren Klassen auch einen viel engeren Kontakt untereinander, als ich es vorher gewohnt war. Man hatte, wohl oder übel, mit jedem etwas zu tun.

Was hast Du als prägend erfahren? Welche Werte, Lebensweisheiten und sonstigen Dinge begleiten Dich noch heute?
In meiner Zeit an der Schule hatte ich das Gefühl, dass alle für die Schule stehen und ein großer Zusammenhalt spürbar ist. Dieser war in vielen kleinen, aber auch größeren Dingen erlebbar. Die Schloss-Schule ist teilweise eine Grundlage und auch ein Bestandteil der Identität von allen, die Teil der Schloss-Schul-Gemeinschaft sind. Ich habe jetzt als Altschüler auch schon selbst erfahren, dass die Tatsache selbst Schloss-Schüler gewesen zu sein, eine Basis mit anderen Ehemaligen schafft, egal wie groß der Altersunterschied ist. Das ist wirklich schön!

Wie ging es nach der SK weiter?
Ich habe nach meinem Abitur 2025 bei der Bausparkasse in Schwäbisch Hall eine Ausbildung zum Bankkaufmann angefangen. Hier habe ich recht schnell bemerkt, dass ich gerne „mehr“ machen möchte und bekam die Möglichkeit in ein Duales Studium ab Herbst 2026 zu wechseln. Nun habe ich im Bereich Digital Business Management gestartet und freue mich auf die neue Herausforderung! In den Monaten dazwischen bekam ich bei der Bausparkasse die Möglichkeit in verschiedene Bereiche reinzuschnuppern und erste Eindrücke von meinem künftigen Arbeitsumfeld zu bekommen. Hier habe ich verschiedene Schwerpunkte kennengelernt und konnte mich thematisch jetzt bereits auf mein Studium vorbereiten. Das geplante Ende meines Studiums ist 2029.
Außerdem engagiere ich mich seit 2024 politisch. Mit 17 Jahren bin ich in den Gemeinderat in Kirchberg gewählt worden und bin jetzt in der CDU und der Jungen Union, aktiv. Ich bin derzeit der stellv. Kreisvorsitzende der Jungen Union im Landkreis Schwäbisch Hall. Gerade das politische Engagement und die Idee, in diese Richtung zu gehen, verdanke ich Jürgen Scharch. Er hat mich damals angesprochen und mich quasi auf den Weg gebracht.
Der Austausch mit Menschen im politischen und wirtschaftlichen Feld finde ich sehr spannend und macht mir großen Spaß!
Außerdem gestalte ich gerne Dinge aktiv mit. Das ist mein Antrieb und meine Motivation!

Falls Du schon mal ein Klassen- oder Jahrgangstreffen hattest, welche Geschichten und Anekdoten dürfen hierbei nicht fehlen?
Grundsätzlich kann ich sagen, dass wir immer, oder wirklich häufig, einen humorvollen Umgang alle miteinander hatten. Es wurde oft gemeinsam gelacht. Konkret kann ich von unserem Abistreich berichten. Hier waren die Lehrkräfte die Verurteilten – alle bekamen Strafen und mussten deshalb Aufgaben absolvieren. Da waren einige lustige Sachen dabei.

Wofür bist Du dankbar?
Ich bin wirklich sehr dankbar für die Zeit an der Schloss-Schule. Die Förderung durch die Lehrkräfte, die Freundschaften, die Erfahrungen und dass ich einfach eine gute Schulzeit haben konnte – dafür bin ich sehr dankbar!

Was würdest Du heute, rückblickend auf Deine Schulzeit, anders machen?
Alles war gut so wie es war! Vielleicht hätte ich mich beim Abi noch etwas mehr anstrengen können, aber am Ende war alles gut!

Würdest Du gerne die Schule und die jetzigen Schüler*innen unterstützen?
Wenn ja, was könntest Du Dir vorstellen?

Ich engagiere mich seit Juli 2026 nun im Schloss-Schul-Verein. Auf diese neue Aufgabe freue ich mich sehr!
Perspektivisch, wenn ich ein paar Jahre weiterdenke und genug Erfahrungen gesammelt habe um Leuten etwas weitergeben zu können, kann ich mir gut vorstellen, dass ich als Mentor aktiv werde und auch den Verein und die Schule weiter unterstütze. Ich habe selbst erlebt, wie wichtig jemand sein kann, der dich an die Hand nimmt, dir Feedback gibt, dich unterstützt und dir zum Beispiel sein Netzwerk eröffnet. Zudem möchte ich gerne daran mitwirken, dass allen Kindern, die dies möchten, eine gute Bildung ermöglicht wird, absolut unabhängig vom finanziellen Hintergrund.

Was gibt es sonst noch, was Du gerne teilen möchtest?
Die Schloss-Schule hat einen unerschütterlichen Kern. Für mich lebt die Schule von den Menschen die hier arbeiten, sich einbringen und aktiv sind, sowie natürlich den Schüler*innen und den Jugendlichen im Internat. Die über 111-jährige Geschichte zeigt, dass die Schule vieles bereits überstanden hat und auch vielen jungen Menschen eine wunderbare Basis geliefert hat, auf die die Jugendlichen aufbauen können. Dieser Kern ist unerschütterlich, selbst in ungewissen Phasen.