Viele Internate stehen zu Recht nach wie vor zu ihrer oft über 100-jährigen Tradition, verbunden mit Werten wie Zusammenhalt und Disziplin sowie der Einhaltung von Regeln des sozialen Miteinanders. Doch ein Wandel der Internate hin zu einer modernen Anlehnung an die heutige Gesellschaft, zu einer Orientierung an einem weltoffenen, oft reformpädagogisch ausgerichteten Bildungs- und Erziehungsstil lassen die Internate heute in einem völlig neuen Licht erscheinen.

In ihren Anfängen im 19. Jahrhundert dienten Internate als außerhäusliche Bildung- und Erziehungsstätten, die zumeist Klöstern, Fürstenhöfen oder Universitäten  angeschlossen waren. Die Schüler sollten auf ihre späteren, elitären Führungsaufgaben vorbereitet werden. Im Zuge der Aufklärung und der Städte-Entwicklung im 20. Jahrhundert vollzog sich an den Internaten eine teilweise erste Öffnung für die weniger finanzstarke Mittelschicht.  Auch erste Ströme der Reformpädagogik, die sich gegen den autoritären Drill an Schulen und Internaten richteten, hielten zu dieser Zeit Einzug in das Bildungswesen. Das Internat-Gymnasium Schloss-Schule Kirchberg zählt zu jenen Internaten, die sich schon zur Gründungszeit vor über 100 Jahren einem reformpädagogischen Kurs  verschrieben haben: Selbstverantwortliches, auch auf eigene Kompetenzen ausgerichtetes Lernen ohne reinen Leistungsdruck ist der zentrale Leitgedanke.

Spätestens mit dem fortschreitenden Ausbau des staatlichen Schulsystems in den 1960er Jahren versuchten Internate auch in Deutschland, eine eigene Nische zu besetzen und sich zu differenzieren. Der Weg führte oft weg von den ehemals elitären Bildungs- und Erziehungskadern hin zu weltoffenen Ausbildungsstätten mit individuellem Charakter und eigenen Konzepten. Eine Entwicklung, die vor allem in den letzten Jahren wieder mehr und mehr geschätzt wird.

Was an den Regelschulen nicht ausreichend geleistet werden kann, wo man mit großen Klassen und fixen Lehrplänen schlicht an Grenzen stößt, da stellen Internate eine erfolgversprechende Option im Bildungssystem dar. Mit kleinen Klassen, die eine individuelle Betreuung und Förderung jedes einzelnen Schülers ermöglichen, modernen Lernkonzepten und gewissen Freiräumen im Curriculum wird ein Wechsel an ein Internat wieder zunehmend in Erwägung gezogen. Vor allem reformpädagogisch ausgerichtete Internate wie die Schloss-Schule Kirchberg erscheinen heute mindestens so zeitgemäß wie früher.

Als Alternative zu Ganztags-Regelschulen oder -Privatschulen spricht vor allem ein Faktor oft für ein Internat: Die Zusammenführung von schulischem und häuslichem Bereich an Internaten ermöglicht ein besseres Kennenlernen und Einschätzen der Stärken und Schwächen jedes einzelnen Schülers. Eine damit einhergehende zielgerichtete und intensivere Förderung der Potenziale von Internats-Schülern ist ein wesentlicher Punkt, der Internate auszeichnet und sowohl von Eltern als auch Schülern honoriert wird. Das bedeutet, es wird sowohl daran gearbeitet, die Schwächen der einzelnen Schüler zu minimieren als auch daran, deren Stärken und Begabungen herauszustellen und individuell zu fördern.

Doch es gibt noch weitere Vorzüge, für die es sich lohnt, die Alternative Internat zu überdenken.

Internate stellen Schüler in Mittelpunkt

Die individuelle Unterstützung der einzelnen Internats-Schüler wird zusätzlich dadurch intensiviert, dass die meisten Internate großen Wert auf eine Unterrichtung in kleinen Klassen legen. So bleibt den Lehrern mehr Zeit, sich adäquat um die ihnen anvertrauten Schüler zu kümmern. 
Auch bei den nachmittäglichen, außerschulischen Lerneinheiten und bei der Hausaufgabenbetreuung wissen Eltern ihre Internats-Kinder bestens versorgt. Denn es sind nicht ungelernte Betreuer, sondern Pädagogen, oft die Lehrkräfte selbst, die bei der Auf- und Vorbereitung des Unterrichtsstoffes den Internats-Schülern zur Seite stehen.

Internate bieten Spielraum für spezifische Kompetenzerweiterung

Das Curriculum, das sich auch an privaten Internats-Schulen nach dem Lehrplan des jeweiligen Bundeslandes richten muss, lässt an Internats-Schulen dank umstrukturierter Lehrmodelle oft breiteren Spielraum. Das heißt, Raum für die Vermittlung von Kompetenzen, die über den vorgeschriebenen Unterrichtsstoff hinausgehen. Eine erweiterte Wissensvermittlung also, bei der die Internats-Schüler oft auch mitbestimmen können, was genau sie vertiefen möchten. So werden die individuellen Begabungen, die jedem Schüler inne wohnen, im schulischen Umfeld noch zusätzlich gestärkt.

Praxis-Angebote in Internats-Freizeit

Auch in der Freizeit können die individuellen Fähigkeiten und Neigungen der Schüler an Internaten optimal ausgebaut werden. Sei es im musischen, im künstlerischen, im technischen, im sportlichen oder in sonstigen Bereichen – speziell an Internaten sind vielzählige Interessensgebiete abgedeckt, die auch in der Freizeit praktisch gefördert werden.

Internate fördern soziales Miteinander

Was die sozialen Kompetenzen von Internats-Schülern betrifft, so ist es nicht nur so, dass sie Regeln zu befolgen haben, sondern sie erleben und lernen zugleich, welchen Sinn Regelwerke und deren Einhaltung in einer Gemeinschaft haben. Denn auch eine Internats-Gemeinschaft kann, wie jedes andere menschliche Miteinander, nur dann funktionieren, wenn jeder einzelne am Internat sich an Richtlinien hält – und selbstverantwortlich damit umgeht.

Ein sozialverträgliches Miteinander beruht zudem darauf, den anderen in einer Gemeinschaft zu helfen – und im Gegenzug wiederum selbst Hilfe zu erhalten. Oft werden jüngeren Internats-Schülern beispielsweise Tutoren in Form von älteren Schülern zur Seite gestellt, an die sie sich jederzeit bei Fragen wenden können – auch außerhalb des Lernstoffs. Ein ausgeglichenes Geben und Nehmen also, das Internats-Schüler stetig erfahren.

Internats-Schüler mit mehr Selbstverantwortung und Sozialkompetenz

Sich in eine Gesellschaft oder Gruppe zu integrieren und den eigenen Part darin zu finden, lernen Internats-Schüler Tag für Tag. Sie übernehmen für ihr Handeln und ihre Rolle in der Internats-Gemeinschaft selbst die Verantwortung und werden quasi wie nebenbei zur Selbstständigkeit erzogen. Die beste Voraussetzung, um im späteren Erwachsenenleben ein selbstbewusster, guter „Teamplayer“ mit hoher Sozialkompetenz zu werden.

Netzwerk Internat – ein Leben lang

In Internaten entstehen, bedingt durch die häusliche Gemeinschaft, Freundschaften und soziale Netzwerke, die oft ein Leben lang halten. Auch beruflich bieten diese Netzwerke und die oft intensiven Kontakte zu Alt-Schülern nach dem Schulabschluss viele Möglichkeiten. So kann Absolventen beispielsweise der Einstieg in eine Berufsausbildung oder sogar in ein Unternehmen erleichtert werden.

In vielerlei Hinsicht also eröffnen Internate Bildungs- und Lebens-Chancen – auch über die Schulzeit hinaus. Wie aber findet man genau das Internat, das zu einem Kind auch wirklich passt? Welche Kriterien sind zu berücksichtigen, um ein gutes, passendes Internat zu finden?

Rund 400 bis 450 private Internate sind es, die sich laut Verband Deutscher Privatschulen aktuell den deutschen Internats-Markt unter sich aufteilen. Hinzu kommen einige staatliche Internate, die in ihrer Anzahl aber weit unter jenen in privater Trägerschaft liegen. Im Wettbewerb versuchen vor allem die privaten Internate, sich voneinander durch eine klare Ausrichtung abzugrenzen. Sei es durch eine musische oder sportliche Schwerpunktsetzung, durch die Vermittlung von konfessionell-gesellschaftlichen Werten oder durch reformpädagogische Lern- und Lehrstrategien zur individuellen Förderung der Internats-Schüler. Um darunter wirklich das richtige Internat zu finden, sollten die wichtigsten Fragen nach dem Ausschluss-Prinzip geklärt und beantwortet werden.

Unter reformpädagogischen Gesichtspunkten ist die Schloss-Schule Kirchberg beispielsweise darauf fokussiert, ihren Schülern Eigenverantwortung für ihr Lernen und Handeln zu vermitteln und Konzepte zu schaffen, die im Lehrplan Freiräume für die Herausarbeitung individueller Begabungen zulassen.

Am Internat-Gymnasium Schloss-Schule stehen sowohl die Naturwissenschaften als auch Kultur und Theater als Schwerpunkte im Vordergrund. Und: Fremdsprachen und Internationalität nehmen eine zentrale Position ein.

Wer die Gymnasial-Laufbahn an der Schloss-Schule Kirchberg einschlägt, hat Englisch als 1. Fremdsprache und wahlweise Französisch/Latein ab der 6. Klasse zu belegen. Die Schloss-Schule bietet aber auch Realschulaufsetzern an, das Fachabitur oder die allgemeine Hochschulreife – sogar ohne Vorkenntnisse in einer zweiten Fremdsprache - zu erwerben. Nicht zuletzt können Internats-Kinder auch die benachbarte Haupt-, Werkreal- oder Realschule besuchen und auch auf diesem Weg einen qualifizierten Abschluss erlangen.

Am Internat Schloss-Schule Kirchberg steht die Person im Vordergrund. Daher sind 14-tägige Wochenend-Heimfahrten zwar die Regel, doch nichts spricht dagegen, regelmäßig die Wochenenden bei der Familie zu verbringen. Erleichtert wird dies durch die gute Anbindung der Schloss-Schule an die nahe Autobahn, durch regelmäßige Zugverbindungen von Crailsheim aus und einen schuleigenen Shuttle-Service zur Bahn und zurück.

So unterschiedlich die Schüler, so breit gefächert das Angebot für deren schulfreie Zeit an der Schloss-Schule. Auf dem Gelände, in der umgebenden Natur oder auch innerhalb der Arbeitsgemeinschaften (AGs) stehen zahlreiche sportliche, künstlerisch-kreative, musische oder auch handwerkliche Freizeit-Aktivitäten offen.

Im Rahmen der festen Lern- und Arbeitszeiten steht den Internats-Schülern an der Schloss-Schule stets ein Lehrer-Erzieher zur Seite, der bei schulischen Fragen Hilfestellung leistet, es ist auch Nachhilfe möglich. Zusätzlich werden die Kinder von Sozialpädagogen betreut, die den erzieherischen Part übernehmen. So finden die Schüler sowohl im schulischen als auch im privaten Bereich immer einen Ansprechpartner für all ihre Anliegen.

In der Internatsordnung, die Teil des Internats-Vertrages ist, legt jedes Internat sein spezifisches Regelwerk für sich fest. An der Schloss-Schule Kirchberg sind die wesentlichen Bereiche wie z.B. Ausgeh- und Arbeitszeiten oder auch der Medien- bzw. Smartphone-Konsum nach Altersgruppen gestaffelt. Ein striktes Medienverbot beispielsweise ist an der Schloss-Schule bewusst nicht verankert.

Am Internat-Gymnasium Schloss-Schule wird Internationalität Tag für Tag erlebt – auch ohne an den Schüleraustausch-Programmen, die mit Frankreich, England und Polen bestehen, teilzunehmen. Denn Schüler unterschiedlichster Nationalitäten, beispielsweise aus China, Russland oder Spanien, finden sich stets für ein oder auch mehrere Auslandsjahre in Kirchberg ein – und bereichern den Alltag der deutschen Klassenkameraden. Einige Unterrichtsstunden in allen Klassenstufen werden zudem von muttersprachlichen Lehrkräften in einer Fremdsprache unterrichtet.

Bei all jenen Internaten, die schließlich zur engeren Wahl stehen, gilt es final vor allem eines zu beachten: Die Internate sollten in jedem Fall persönlich in Augenschein genommen werden. Denn es sind vor allem die künftigen Internats-Schüler, bei welchen das gewählte Internat ein gutes Gefühl hinterlassen muss.

Bei einem Besichtigungs- und Gesprächstermin vor Ort lassen sich alle noch offenen oder vielleicht auch noch aufkommenden Fragen von Eltern- sowie von Schülerseite direkt beantworten. Hilfreich ist bei der Vereinbarung eines persönlichen Termins immer auch die Nachfrage, mit aktuellen Internats-Schülern unter vier Augen sprechen zu können. Ebenso kommen die Internate sicherlich der Bitte nach, mit anderen Internats-Eltern in Kontakt treten zu können, um sich über deren Erfahrungen mit dem Internat auszutauschen.

Die Schloss-Schule Kirchberg bietet dies gerne an: Sprechen Sie uns bei der Kontaktaufnahme oder der Vereinbarung eines Besichtigungstermins einfach darauf an.