Die Entwicklung individueller Potenziale sowie eine den Herausforderungen unserer Zeit gemäße Bildung sind nicht nur das Ergebnis geplanter unterrichtlicher und erzieherischer Situationen. Kinder und Jugendliche sollen am Internat Schloss-Schule in guter reformpädagogischer Tradition auch vom und aus dem Leben lernen!

Sie sollen aktiv dabei unterstützt werden, ihre bisher vielleicht nicht erkannten handwerklichen, musischen, sozialen und sportlichen Talente wahrzunehmen und zu nutzen. Entsprechend vielfältige Angebote und Maßnahmen an unserem Gymnasium sind ein unverzichtbarer Beitrag zur angestrebten schulischen und persönlichen Weiterentwicklung.

Aus gutem Grund lautet das Motto der Schloss-Schule deshalb

LEBEN, LERNEN, ARBEITEN.

Das Zusammenleben im Internat stützt sich auf kleine, überschaubare Gruppen mit festen Bezugspersonen, die mit auf dem Schulgelände wohnen. Das Miteinander ist, wie an der Schloss-Schule überhaupt, demokratisch geregelt. Jeder hat das Recht, seine Stimme zu erheben und die Pflicht, sich in die Schul- und Internatsgemeinschaft einzubringen.

Die Mitarbeit in den Gremien der Schloss-Schule sowie Dienste für die Gemeinschaft bieten Möglichkeiten, eigene Stärken zu erleben, eigene Positionen zu vertreten und in verantwortungsvolle Aufgaben hineinzuwachsen.

Geordnete Tages-, Wochen- und Jahresabläufe geben insbesondere im Internat eine Struktur vor, die für den Einzelnen im Alltag entlastend wirkt, ohne dabei starr zu sein. Individuelle Anpassungen sind mit wachsender Übernahme von Verantwortung möglich, grundsätzliche Veränderungen in den Gremien diskutier- und gestaltbar.

Rückzugsmöglichkeiten, genügend Schlaf und eine gesunde Ernährung werden als wichtige Voraussetzungen für eine aktive Beteiligung an den Angeboten in Schule und Internat sehr ernst genommen. Der Umgang mit Konsum- und Unterhaltungsmitteln ist unmissverständlich geregelt und klar begrenzt.

Ein individualisierter und differenzierter Unterricht in kleinen Klassen, freie Arbeitsformen und alternative Leistungsmessungen zielen darauf, den Schülerinnen und Schülern in ihrer persönlichen Vielfalt gerecht zu werden. Deren Einbindung in die Auswahl von Unterrichtsinhalten und –methoden betont dabei die gemeinsame Verantwortung von Schülerinnen und Schülern einerseits und Lehrkräften andererseits für einen gelingenden Unterricht.

Ein breites Förderangebot über den Unterricht hinaus hilft Lücken zu schließen und Leistungen zu verbessern. Die Vorbereitung auf und die Teilnahme an Wettbewerben in kleinen Forschergruppen erschließt Potenziale und weckt Neugier, die über den Unterricht hinausgreifen.

„Fördern“ und „Fordern“ sind zwei Seiten der gleichen Medaille – dem Anliegen, Kinder und Jugendliche anzuleiten, ihre Ziele selbst zu definieren, und ihnen Freude am eigenverantwortlichen Streben nach mehr Wissen und besseren Leistungen zu vermitteln.

Darüber hinaus eröffnet das schulische Angebot durch bilingualen Unterricht, Schulpartnerschaften, Auslandsaufenthalte und nationale sowie internationale Abschlüsse einen weiten Horizont an Studien- und Berufsmöglichkeiten nach der Schule.

Eine konsequent stärkenorientierte Berufs- und Studienberatung garantiert eine fundierte und praxisgerechte Vorbereitung auf die dafür anstehenden Entscheidungen. Praktika in Unternehmen (u.a. 14 Tage in der 9. Klasse), Exkursionen zu den umliegenden Universitäten sowie unterrichtsbegleitende Fachvorträge von Dozenten mit wirtschaftlichem bzw. universitärem Hintergrund tragen zu einem optimalen Start ins „Erwachsenenleben“ bei.

Handwerkliches Machen, gestalterisches Hervorbringen und künstlerisches Schaffen umreißen, was mit dem Begriff „Arbeiten“ erfasst werden soll. Im Technikunterricht, beim Töpfern, beim Musizieren und beim Theaterspielen wird Kreativität geweckt.

Die Präsentation der Ergebnisse vor einem Publikum, das bei öffentlichen Ausstellungen und Aufführungen immer wieder über den Rahmen der Schulgemeinschaft hinausgeht, motiviert und gibt tiefgehende Bestätigung zurück.

Ein vielfältiges unterrichtliches und außerunterrichtliches Angebot an handwerklich-technischen sowie musisch-kulturellen Arbeitsgemeinschaften sorgt dafür, dass jede und jeder Stärken ausleben und ausbauen kann.

Leben, Lernen und Arbeiten durchdringen sich an der Schloss-Schule gegenseitig, eines geschieht im Kontext des anderen. Dies wird besonders deutlich in fächer- und jahrgangsübergreifenden Projekten, die fester Bestandteil des unterrichtlichen Geschehens sind, bei Exkursionen und Expeditionen, die im Laufe eines Jahres unternommen werden, in vielfältigen sportliche Aktivitäten und beim sportlichen Wettstreit mit anderen.

Erlebnispädagogische Aktionen bieten darüber hinaus in besonderer Weise Gelegenheit, sich in der Gruppe zu erfahren, eigene Grenzen auszuloten und als ganze Person zu bestehen.